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Selbsterfahrungsseminare
mit Sabine Klar & Franz Reithmayr


Für alle Selbsterfahrungsseminare gilt:
max. 12 Teilnehmerinnen & Teilnehmer
Dauer: 20 Einheiten
Kosten:
€ 240.- für Studierende der ÖAS
€ 260.- für sonstige Mitglieder der ÖAS
€ 290.- für alle anderen
Info & Anmeldungen:
telephonisch, per e-Mail oder per Post
Ort: IAM, 1020 Wien, Erlafstrasse 7/30
06802108334, iam@iam.or.at



2017

Worüber man nicht sprechen kann.
Auseinandersetzung mit den Göttern, Geistern und Dämonen der eigenen geistigen Welt


In diesem Seminar sollen jene Bereiche im Leben beleuchtet werden, in denen Menschen in irrationaler Weise an die Existenz und Wirkung innerer oder äußerer Einflüsse oder ,,Mächte" glauben, ihnen vertrauen oder sich vor ihnen fürchten. Es geht um religiöse und andere Bindungen, um übernommene und selbst entwickelte, geliebte und ungeliebte, schädliche und hilfreiche Ideen, um Glaube, Aberglaube und Unglaube, um magische Worte und Alltagsrituale, um Orte der Kraft, Kultstätten und besondere Gegenstände und um das eigene Gute. Es geht auch um einen Umgang mit Menschen, die ausgeprägte einschlägige Vorstellungen und Eigenheiten haben. Ziel des Seminars ist es, sich in seiner eigenen Position in der Welt genauer zu verstehen, sich mit der Welt anderer auseinanderzusetzen und die Unterschiede zu explorieren.

Nächster Termin:
31. März - 2. April 2017
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Krisen, Traumata
Was zwingt mich in die Knie, was lässt mich wieder aufstehen?


Krisen und Verletzungen durch das Leben lassen Spuren zurück: Wunden und Narben, Schief- und Schonhaltungen, Erwartungen und Ängste, Vorstellungen über sich und die Welt, Dummheiten und Weisheiten. In diesem Seminar geht es weniger um die Bewältigung aktueller Krisen als um die rückblickende Exploration dessen, was sich im Zusammenhang mit einer erlebten Verletzung bzw. Krise über die eigene Art und Weise Schweres zu verarbeiten, lernen lässt. Welche Bilder und Vorstellungen helfen und hindern, schwächen und stärken, erinnern und lassen vergessen? Wie wirken die Lebenswelt, das gedankliche und soziale Milieu, das jeweilige Sprachspiel, in dem man sich befindet? Wie tut man mit eigener und fremder Angst, mit Schmerz und Elend? Im Sinn praktischer Philosophie werden exemplarisch die eigenen Lernerfahrungen mit tradierten Konzepten der Lebenskunst in Verbindung gebracht, um die aus der Krise bzw. Verletzung erwachsene eigene Weisheit deutlicher wahrnehmen und mit anderem vergleichen zu können.

Nächster Termin:
12.-14. Mai 2017 (ausgebucht)
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Menschen sind komische Viecher

Trotz aller Selbstabgrenzung des Menschen als ein vom Tier grundsätzlich und fundamental verschiedenes Lebewesen: Die Biologie ist unausrottbar. Die Missachtung und Verleugnung dieser animalischen Basis führt zur Verkennung und Verleugnung wesentlicher natürlicher Bedürfnisse und zu zahlreichen Missverständnissen im Umgang miteinander - und mit sich selbst.
Es ist relativ einfach zu akzeptieren, dass kleine Kinder und Kuscheltiere wegen des „Kindchenschemas” so süss sind, oder dass Menschen ohne Rückzugsraum unter sozialem Stress leiden. Es ist schon schwieriger wahrzunehmen, dass man selbst gerade zum „Angstbeisser” wird (auf eine kulturell überlagerte spezifische Weise), zu verstehen, was mit einem Gegenüber geschieht, das angegriffen wird (z.B. durch Vorwürfe), dem aber keine Fluchtmöglichkeit (z.B. Ausreden) gelassen wird, oder einzusehen, dass man durch das Überschreiten gewisser Grenzen dem Gegenüber keine andere Wahl lässt als Selbstaufgabe oder Gegenangriff.
Wir experimentieren mit ethologischen Beobachtungsperspektiven und Beschreibungsformen mit dem Ziel, das „Tier”, das sich auf diese Weise in uns entdecken lässt, zu bemerken und eigene Bedürfnisse bzw. Impulse, die damit in Zusammenhang stehen, besser zu verstehen.
Einige Stichworte:
- Ethologische Beobachtungsperspektiven; nonverbale Ausdrucksformen; Rückbindung sprachlicher Ausdrucksweisen an körperliche Empfindungen und nonverbale Ausdrucksformen
- Aggressions- und Konfliktverhalten (Rangordnung, Revierverhalten, Individualdistanz, kritische Distanz, Kommentkampf, Beschwichtigungsverhalten, Imponiergehabe, Gruppenbildung, Ausstoss- und Aussenseiterverhalten
- Komfort-, Übersprungs-, Spiel-, Explorations- und Appetenzverhalten
- Ausdrucksverhalten (Stimme und Lautgebung, Blickkontakt...)


Nächster Termin:
10.-12. November 2017
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.

Dazu passend das Theorieseminar:
Verhalten. Humanethologische Konzepte und ihre Anwendung in der systemischen Psychotherapie
Nächster Termin:
29.-30. September 2017
Weitere Informationen



2018

Kindheitserfahrungen und das innere Kind

Menschen sind arm. Sie dürfen sich nicht entwickeln, sie werden erzogen. Wenigen ist bewußt (oder erinnerlich), welch grausame Prozesse sich aus Sicht eines Kindes hinter diesem Wort „Erziehung” verbergen, und welch subtile Mechanismen ein späteres Bewußtwerden verhindern und die Bedeutung herunterspielen. In der Kindheit wird ein erheblicher Teil des Selbstverhältnisses eines Kindes - ihm aufgepropft. Darum verstehen sie sich später als Erwachsene nicht. Umzingelt von Autoritäten, die größer, mächtiger und unverständig sind, kämpft sich also ein kleines Wesen durch das Leben, und wenn es um andere Menschen geht: durch Fremdzuschreibungen.
Aber andererseits: Kindheit birgt trotz allem auch Schätze, warme Erinnerungen, Vertrautheiten und das intensivste sinnliche In-der-Welt-Sein. „Es war doch nicht alles schlecht.” Das ist zwar auch die liebste Ausrede der Täter, aber wir verstehen diesen Satz als Einladung, das zu bergen, was uns in dieser Zeit bereichert und vielleicht gerettet hat, was die Kindheit uns lebenswert erschienen lie&szilig;. In diesem Seminar wollen wir ihnen allen nachspüren und sie kennen lernen - die traumatisierten und die glücklichen Kinder, die wir einmal waren und die in uns immer noch präsent sind. Es ist nie zu spät, die einen zu unterstützen und sich mit den anderen zu freuen.
Dabei werden unterschiedliche methodische Zugänge vorgestellt und angewandt. Stichworte: Sicht des Kindes, Alice Miller, Kindheit, innere Kinder, der andere Blick auf die Kindheit und was er ermöglicht, die Beziehung zum inneren Kind als Selbstbezug, Verhaltensmuster innerer Kinder, das innere Kind des Gegenübers verstehen.

Nächster Termin:
12.-14. Jänner 2018
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Auf der Suche nach der Selbstliebe

Wahrscheinlich jeder von uns kennt dieses Phänomen: In mir redet Unterschiedliches mit und es wird da drinnen zuweilen heftig diskutiert und gestritten. In meinem „Ich” gibt es mehr als eine „Stimme” und diese Stimmen vertreten unterschiedliche Interessen. Schuld-, Scham- und Gewissensdiskurse nehmen Raum ein, nähren sich von Werten der Herkunftsfamilie und der Gesellschaft und lassen an anderen Aspekten des „Ichs” zweifeln. „Böse Blicke” richten sich auf angeblich Peinliches oder Ungenügendes im eigenen Ich-Revier und machen klein und ohnmächtig. Die Zerrissenheit zwischen verschiedenen inneren Positionen („Ich-Ausprägungen”) kann eine schwere Belastung darstellen und am Selbstvertrauen hindern. Oft beschränken diese „Geister” auch „nur” den Handlungsspielraum: Viele Menschen haben eine Stimme, die sehr vorsichtig ist, sehr „vernünftig”, die sie aber an vielem hindert, das sie gern täten. Und sie haben andere Stimmen, die mit ihren Impulsen, Wünschen, Träumen und Sehnsüchten hartnäckig übergangen werden - und eines Tages vielleicht verstummen. In diesem Selbsterfahrungsseminar soll es um das Bewußtwerden und die Differenzierung der inneren Einflussfaktoren und Denkweisen gehen, die im Ich-Gefüge Macht behaupten. Auf der Basis des „eigenen Guten” können manche dieser „mitredenden” und „mitwirkenden” Faktoren mit „Ich-Energie” gefüttert und andere aus dem inneren Gefüge hinausgeworfen (externalisiert) werden. Die Möglichkeit, im eigenen Ich Ordnung zu schaffen und es neu zusammenzusetzen, eröffnet ein hohes Maß menschlicher Freiheit, die gleichzeitig eine Basis für eine Selbstliebe ist, die es ermöglicht, sich selbst gut zu behüten.

Nächster Termin:
6.-8. April 2018
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Gestörte Zweisamkeit

Wenn die Grenzen einer monogamen Zweierbeziehung von einem der Partner überschritten werden, laden Begriffe wie „Fremdgehen” oder „Betrügen” zur schnellen Parteinahme ein. Sie suggerieren eine klare Perspektive, es gibt Opfer und Täter, und beide sind identifizierbar. Doch dieses Urteil wird schnell fragwürdig, sobald man sich selbst trotz bestehender Beziehung verliebt oder zu einem „gebundenen” Menschen hingezogen fühlt.
Fragen: Welche Positionen einer solchen Dreier- oder Viererkonstellation kenne ich aus eigener Erfahrung? Was habe ich gemacht, und was hat es mit mir gemacht? Oder: Wie wäre es, wenn ich morgen dahinter käme, daß...? Oder wenn ich mich selbst hoffnungslos verliebte? Und wo beginnt eigentlich das Verbotene?
In diesem Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen einer solchen Konstellation, um (Zweier-)Beziehung und um andere Vorstellungen, die im Zusammenhang mit eigenen Erfahrungen entwickelt wurden.

Nächster Termin:
16-18. November 2018
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.




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