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Selbsterfahrungsseminare
mit Sabine Klar & Franz Reithmayr


Für alle Selbsterfahrungsseminare gilt:
max. 12 Teilnehmerinnen & Teilnehmer
Dauer: 20 Einheiten
Kosten:
€ 240.- für Studierende der ÖAS Region Ost bis C32
€ 280.- für Studierende der ÖAS Region Ost ab C33
€ 280.- für Studierende der ÖAS Region West und SFU
€ 290.- für sonstige Mitglieder der ÖAS
€ 310.- für alle anderen
Info & Anmeldungen:
telephonisch, per e-Mail oder per Post
Ort: IAM, 1020 Wien, Erlafstrasse 7/30
06802108334, iam@iam.or.at



2019

Worüber man nicht sprechen kann
Auseinandersetzung mit den Göttern, Geistern und Dämonen der eigenen geistigen Welt


In diesem Seminar sollen jene Bereiche im Leben beleuchtet werden, in denen Menschen in irrationaler Weise an die Existenz und Wirkung innerer oder äußerer Einflüsse oder „Mächte” glauben, ihnen vertrauen oder sich vor ihnen fürchten. Es geht um religiöse und andere Bindungen, um übernommene und selbst entwickelte, geliebte und ungeliebte, schädliche und hilfreiche Ideen.
Es geht um Glaube, Aberglaube und Unglaube, um magische Worte und Alltagsrituale, um Orte der Kraft, Kultstätten und besondere Gegenstände. Es geht auch um einen Umgang mit Menschen, die ausgeprägte einschlägige Vorstellungen und Eigenheiten haben.
Ziel des Seminars ist es, sich in seiner eigenen Position in der Welt genauer zu verstehen, sich mit der Welt anderer auseinanderzusetzen und die Unterschiede zu explorieren.

Nächster Termin:
8.-10. November 2019
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


2020

Kindheitserfahrungen und das innere Kind

Menschen sind arm. Sie dürfen sich nicht entwickeln, sie werden erzogen. Wenigen ist bewußt (oder erinnerlich), welch grausame Prozesse sich aus Sicht eines Kindes hinter diesem Wort ,,Erziehung" verbergen, und welch subtile Mechanismen ein späteres Bewußtwerden verhindern und die Bedeutung herunterspielen. In der Kindheit wird ein erheblicher Teil des Selbstverhältnisses eines Kindes - ihm aufgepropft. Darum verstehen sie sich später als Erwachsene nicht. Umzingelt von Autoritäten, die größer, mächtiger und unverständig sind, kämpft sich also ein kleines Wesen durch das Leben, und wenn es um andere Menschen geht: durch Fremdzuschreibungen.
Aber andererseits: Kindheit birgt trotz allem auch Schätze, warme Erinnerungen, Vertrautheiten und das intensivste sinnliche In-der-Welt-Sein. ,,Es war doch nicht alles schlecht." Das ist zwar auch die liebste Ausrede der Täter, aber wir verstehen diesen Satz als Einladung, das zu bergen, was uns in dieser Zeit bereichert und vielleicht gerettet hat, was die Kindheit uns lebenswert erschienen lie&szilig;. In diesem Seminar wollen wir ihnen allen nachspüren und sie kennen lernen - die traumatisierten und die glücklichen Kinder, die wir einmal waren und die in uns immer noch präsent sind. Es ist nie zu spät, die einen zu unterstützen und sich mit den anderen zu freuen.
Dabei werden unterschiedliche methodische Zugänge vorgestellt und angewandt. Stichworte: Sicht des Kindes, Alice Miller, Kindheit, innere Kinder, der andere Blick auf die Kindheit und was er ermöglicht, die Beziehung zum inneren Kind als Selbstbezug, Verhaltensmuster innerer Kinder, das innere Kind des Gegenäbers verstehen.

Nächster Termin:
17.-19. Jänner 2020
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Auf der Suche nach der Selbstliebe

Wahrscheinlich jeder von uns kennt dieses Phänomen: In mir redet Unterschiedliches mit und es wird da drinnen zuweilen heftig diskutiert und gestritten. In meinem ,,Ich" gibt es mehr als eine ,,Stimme" und diese Stimmen vertreten unterschiedliche Interessen. Schuld-, Scham- und Gewissensdiskurse nehmen Raum ein, nähren sich von Werten der Herkunftsfamilie und der Gesellschaft und lassen an anderen Aspekten des ,,Ichs" zweifeln. ,,Böse Blicke" richten sich auf angeblich Peinliches oder Ungenügendes im eigenen Ich-Revier und machen klein und ohnmächtig. Die Zerrissenheit zwischen verschiedenen inneren Positionen kann eine schwere Belastung darstellen und am Selbstvertrauen hindern. Oft beschränken diese ,,Geister" auch ,,nur" den Handlungsspielraum: Viele Menschen haben eine Stimme, die sehr vorsichtig ist, sehr ,,vernünftig", die sie aber an vielem hindert, das sie gern täten. Und sie haben andere Stimmen, die mit ihren Impulsen, Wünschen, Träumen und Sehnsüchten hartnäckig übergangen werden - und eines Tages vielleicht verstummen.
In diesem Selbsterfahrungsseminar soll es um das Bewußtwerden und die Differenzierung der inneren Einflussfaktoren und Denkweisen gehen, die im Ich-Gefüge Macht behaupten. Auf der Basis des ,,eigenen Guten" können manche dieser ,,mitredenden" und ,,mitwirkenden" Faktoren mit ,,Ich-Energie" gefüttert und andere aus dem inneren Gefüge hinausgeworfen (externalisiert) werden. Die Möglichkeit, im eigenen Ich Ordnung zu schaffen und es neu zusammenzusetzen, eröffnet ein hohes Maß menschlicher Freiheit, die gleichzeitig eine Basis für eine Selbstliebe ist, die es ermöglicht, sich selbst gut zu behüten.

Nächster Termin:
13.-15. Mä 2020
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.


Gestörte Zweisamkeiten

Wenn die Grenzen einer monogamen Zweierbeziehung von einem der Partner überschritten werden, laden Begriffe wie ,,Fremdgehen" oder ,,Betrügen" zur schnellen Parteinahme ein. Sie suggerieren eine klare Perspektive, es gibt Opfer und Täter, und beide sind identifizierbar. Doch dieses Urteil wird schnell fragwürdig, sobald man sich selbst trotz bestehender Beziehung verliebt oder zu einem ,,gebundenen" Menschen hingezogen fühlt.
Fragen: Welche Positionen einer solchen Dreier- oder Viererkonstellation kenne ich aus eigener Erfahrung? Was habe ich gemacht, und was hat es mit mir gemacht? Oder: Wie wäre es, wenn ich morgen dahinter käme, daß...? Oder wenn ich mich selbst hoffnungslos verliebte? Und wo beginnt eigentlich das Verbotene?
In diesem Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen einer solchen Konstellation, um (Zweier-)Beziehung und um andere Vorstellungen, die im Zusammenhang mit eigenen Erfahrungen entwickelt wurden.

Nächster Termin:
4.-6. Dezember 2020
Andere Termine sind auf Anfrage ab sechs Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern möglich.







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